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Die Klassische Homöopathie ist eine ganzheitliche Therapie. Das heißt, es werden sämtliche Symptome, Gemütszustände und besondere Eigenschaften zusammenhängend betrachtet. Dies ist auch sehr wichtig, denn bestimmte Symptome können ihren Auslöser an einer ganz anderen Stelle haben.
Wenn Sie Ihr Tier homöopathisch behandeln lassen möchten, dann wird eine ausführliche Anamnese = Befragung durchgeführt. Diese Befragung dauert ca. eine Stunde, manchmal aber auch länger. Anhand der Antworten kann der Therapeut dann mit Hilfe eines Repertoriums = dickes Buch als Datenbank, das richtige Mittel aus ca. 3000 Arzneimitteln auswählen. Da die Auswahl sehr sorgfältig getroffen werden muß und man dafür einige Zeit benötigt, machen viele Therapeuten dies nicht vor Ort. Homöopathische Arzneimittel können dann in der Apotheke besorgt werden. Die Anwendung der homöopathischen Arzneimittel ist völlig unterschiedlich zu den von Ihnen sonst angewendeten schulmedizinischen Arzneimitteln. Man nimmt nicht ein homöopathisches Mittel gegen ein Symptom oder eine Erkrankung, sondern man wählt das Mittel nach seinem Arzneimittelbild aus. Der wichtigste Grundsatz der Homöopathie ist das Ähnlichkeitsprinzip. Man nimmt das homöopathische Mittel, welches beim Gesunden genau das Krankheitsbild erzeugen würde, welches der Patient gerade hat. Homöopathie ist daher alles andere als eine Laientherapie und sollte nicht einfach “ausprobiert” werden.
Der Patient erhält dann nach Auswahl des Mittels eine einzige Gabe Tropfen oder Globulis und wenn Sie die Homöopathie noch nicht kannten, müssen Sie sich jetzt frei machen von den Gedanken einer materiellen Arzneimittelgabe. Nicht auf die Menge kommt es an, sondern auf den Informationsimpuls, den das potenzierte homöopathische Mittel beim Patienten setzt. Potenziert heißt auf bestimmte Weise verdünnt und verschüttelt. Homöopathische Mittel wirken umso tiefgreifender, je stärker sie potenziert sind. Daher versteifen sich Kritiker darauf, dass sie sagen, rein materiell sei ja nichts in den Mitteln, daher könne auch nichts wirken und die Homöopathie sei eine reine Placebo-Therapie. Warum funktioniert die Homöopathie dann bei Tieren und Kleinkindern? Ich glaube wir haben in der Heilkunde noch viel zu lernen und zu erforschen. Bis dahin sollten wir jedoch die Potentiale nutzen, die uns gegeben sind, auch wenn wir noch nicht alles verstehen.
Bei einer Therapie mit homöopathischen Arzneimitteln kann es zu einer sogenannten Erstverschlimmerung kommen. Der Patient macht dann in der Regel aber bereits einen etwas besseren Eindruck und diese Erstverschlimmerung ist als positives Zeichen zu sehen. Erst wenn sich am Krankheitsbild nach der Arzneigabe nichts mehr verändert, dann ist evtl. eine weitere Gabe des gleichen Mittels oder auch eines anderen Mittels oder einer anderen Potenz angesagt. Sie sollten Ihrem Tier eine halbe Stunde vor der Arzneigabe und eine halbe Stunde danach nichts zum Fressen geben, damit die Schleimhäute das Mittel ungestört aufnehmen können. In der nachfolgenden Zeit sind andere Medikamente nur nach Absprache zu verabreichen. Das Tier sollte möglichst gut beobachtet werden, um auch kleine Veränderungen wahrzunehmen. Als Tierbesitzer müssen Sie daher etwas mitarbeiten und sich am besten Notizen machen. Außerdem müssen Sie ein wenig Geduld mitbringen. Eine Krankheit, die über viele Jahre entstanden ist, kann nicht wie durch ein Wunder innerhalb von ein paar Tagen geheilt werden. Da sollte man doch realistisch bleiben! Und Hahnemann sagte schon:
Mach´s nach, aber mach´s richtig nach!
Hinweis im Sinne des §3 HWG: Bei der hier vorgestellten Therapie handelt es sich um ein Verfahren der alternativen Medizin, die naturwissenschaftlich/ schulmedizinisch nicht nachgewiesen und nicht anerkannt ist
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